Hippotherapie
Hippotherapie ist eine krankengymnastische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Sie wird vom Arzt verordnet und auf geeigneten Pferden von Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung durchgeführt. Die Methode ist vom Deutschen Verband für Physiotherapie - Zentralverband der Krankengymnasten (ZVK) e.V. anerkannt. Das Pferd (griech.hippos) dient dabei als therapeutisches Medium durch Bewegungsübertragung in der Gangart Schritt.
Der Bewegungsablauf des Pferdes ist dem menschlichem Gang verwandt. Ein Großpferd überträgt im Schritt 90-110 mehrdimensionale Schwingungsimpulse pro Minute auf den Patienten. Die Verarbeitung dieser rhythmisch einwirkenden Impulse stimuliert Bewegungsantworten, über die mit Hilfe des Physiotherapeuten eine physiologische Bewegungskorrektur aufgebaut werden kann. Dies geschieht über Stimulation von Gleichgewicht, Tonusregulierung, Koordination, Muskelkräftigung und Symmetrie der Bewegungen. Die besserungsfähige Symptomatik betrifft die spastische und die hypoton-ataktische Komponente von Krankheitsbildern, sowie das gestörte Bewegungsschema des Rumpfes.
Zusätzlich zu dem neuromotorischen Wirkprinzip der Hippotherapie vermittelt sie eine ausgeprägte sensomotorische Stimulation über Einübung von Basisfunktion wie Raum-Lagebewußtsein, Bewegungsplanung, taktile Wahrnehmung u.a.
